Induktionsschleifen sind in Kirchen besonders wichtig

In Deutschland leben rund 15 Millionen Hörgeschädigte. Viele von Ihnen tragen ein Hörgerät. Doch vor allem ältere Menschen haben oft trotzdem Probleme, Unterhaltungen, Vorträge oder Gottesdienste zu verfolgen. Die Nebengeräusche sind einfach zu laut. Deshalb haben manche Kirchen und öffentliche Einrichtungen eine sogenannte „Induktive Hörschleife“ im Boden eingebaut. Auf Knopfdruck an ihrem Hörgerät können so Hörgeschädigte einen wesentlich klareren Klang empfangen. Das Problem ist nur: viel zu wenig Betroffene wissen davon weil sie nur schlecht oder gar nicht informiert sind. Marielle Sterra

„Michael Geisberger, Pastoralreferent der Katholischen Hörgeschädigten-Seelsorge im Bistum Augsburg, rät, beim Einbau induktiver Höranlagen auf die DIN-Norm zu achten: DIN EN 60118-4.“

Über eine Beschallungsanlage verfügt inzwischen beinahe jedes öffentliche Gebäude und jede Kirche. Sie erlaubt es, relativ stressfrei gut zu hören. Doch bevor eine Lautsprecheranlage für Guthörende notwendig ist, benötigen schwerhörige Menschen Unterstützung beim Hören durch eine induktive Höranlage. Eine immer größer werdender Personenkreis ist in unseren Kirchen darauf angewiesen. Eine Höranlage ist also in aller Regel unverzichtbar.

Eine leicht verständliche Anleitung für Gemeinden und diakonische Einrichtungen mit Erklärungen und praktischen Tipps geben Rosemarie und Norbert Muth in ihrer Broschüre Inklusion – Welche Höranlage?