Wenn ihr euch in kirchlichen Kreisen bewegt, dann kennt ihr sicherlich die Jahreslosung für das Jahr 2026:
„Siehe, ich mache alles neu!“, heißt die.
Und warum heißt sie eigentlich Jahreslosung?
Sie wird nämlich gar nicht ausgelost, sondern festgelegt.
Und zwar mehrere Jahre im Voraus vom Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen.
Aber ich schweife ab!
Zurück zur Losung: „Siehe, ich mache alles neu!“
Ich überlege: Was ist bei mir 2026 alles neu in Bezug auf mein Hören? Ach ja!
Ich wollte Anfang Januar mal wieder mit meinem Mann ins Kino.
In den Film ‚Therapie für Wikinger‘.
Der lief aber nicht in Aurich.
Wir mussten also nach Oldenburg.
In ein eher alternatives Kino, in dem ich noch nie war.
Auf der Website dieses Kinos gibt es den Menüpunkt ‚Barrierefreiheit‘. Gäste mit Hörbeeinträchtigungen werden dort auf die kostenlose App ‚Sennheiser MobileConnect‘ hingewiesen.
Mit diese App kann ich – so die Information der Website – mit meinem Smartphone über das WLAN des Kinos auf Hörunterstützung zugreifen.
Ihr könnt es euch sicherlich denken:
Diese App habe ich mir natürlich sofort runtergeladen!
So wie oben abgebildet sieht sie übrigens aus.
Aber wie funktioniert sie genau?
Ich lasse es die App mal selbst erklären:
„Ich bin kompatibel mit deinen persönlichen Hörhilfen.
Wie du rechts abgebildet siehst, können das Kopfhörer oder andere Hörhilfen wie Hörgeräte oder Cochlea Implantate sein.
Ich übertrage das gesprochene Wort live auf dein Smartphone.
Zuerst verbindest du dich im Kino mit dem WLAN, und dann scannst du mit deinem Smartphone nur noch den vom Kino bereitgestellten QR-Code ein.
Dann stellst du mit meinem Assistenten den Ton auf deine individuellen Bedürfnisse ein.
So hörst du den Film auf die für dich beste Art und Weise direkt über deine Kopfhörer, Hörgeräte oder Cochlea Implantate.“
„Das ist ja prima!“, habe ich gedacht und das Ganze beim Besuch des Kinos gleich ausprobiert.
Den Film habe ich mit der App richtig gut gehört, und ich konnte sogar bei den schnellen, witzigen Wortwechseln, und zwar auch bei den politisch nicht ganz korrekten, aus vollem Herzen mitlachen, weil ich sie so klar und deutlich verstanden habe.
Beate Gärtner, Schwerhörigenseelsorgerin
PS
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