Missionarischer Erfolg

Fröhlicher schwerhöriger Mann im Rollstuhl in einem hellen Raum.
Evangelische Schwerhörigenseelsorge fördert die Teilhabe schwerhöriger Menschen in Kirche und Diakonie.

Beate Gärtner, Schwerhörigenseelsorgerin

Das ist Steffen Eismann. Steffen testet gerade neue Hörgeräte. Dieses Mal sollen in seine „Neuen“ T-Spulen verbaut sein. Das war ihm von Anfang an klar. Genau dazu hatte ich ihm nämlich geraten, und Steffen ist diesem Rat gefolgt. Mit einem Paar dieser so ausgestatteten Testhörgeräte in den Ohren kam er Anfang Mai beim Kirchentag in Hannover zum Stand der Evangelischen Schwerhörigenseelsorge. Begeistert rief er aus: „Ich habe jetzt übrigens auch Hörgeräte mit T-Spule!“ Ich antwortete ihm: „Dann lass uns das gleich mal ausprobieren!“ Ich bat ihn also, mit mir in den Bereich unserer Induktionsschleife zu treten und sein Programm auf T-Spule zu stellen. Dann setzte ich meine Unterhaltung mit ihm fort, indem ich in das mit der Induktionsschleife gekoppelte Funkmikrophon sprach. Steffen war erstaunt. Und dann begeistert. Er verstand meine Worte nämlich trotz des unglaublichen Lärms in der Messehalle klar und deutlich. Aber warum guckt Steffen auf dem obigen Foto wieder so begeistert? Und strahlt dabei übers ganzes Gesicht? Das seht ihr auf dem nächsten Foto.

Steffen und ich absolvieren nämlich gemeinsam eine Langzeitfortbildung mit insgesamt 15 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Für gewöhnlich sitzen wir dann in einem Stuhlkreis in einem relativ großen Seminarraum. Ihr als Hörgeschädigte wisst jetzt sicherlich schon genau, worauf ich hinaus will: Das ist – ob mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten eine herausfordernde und auch stressige Hörsituation.  Und je länger das Seminar dauert, desto mehr. Auch Steffen hatte das inzwischen erkannt. Und so fragte ich ihn, ob er sich mit seinen „Neuen“ nicht an meine tragbare Funkmikrophonanlage (die ich für mich selbst in solchen Situationen immer mit dabei habe), ‚anschließen‘ wolle. Steffen wollte! Und er machte die Erfahrung, wie stressfrei es ist, wenn er durch die Mikrophone dieser Anlage alles direkt in seine Hörgeräte übertragen bekommt.

Gruppe von Menschen in einem Kreis bei einer Diskussion im Raum.

Und so sah das Ganze dann aus: Wir saßen mit der Gruppe in besagtem Stuhlkreis. Und jeder, der sprechen wollte, nahm sich eines der Mikrophone aus der Mitte. Steffen legte sich die tragbare Induktionsschleife um den Hals und stellte dann seine Hörgeräte auf T-Spule. Und konnte alles prima hören. Genau deshalb lacht er auf diesem Foto so glücklich in die Kamera. Weil er auch im Seminar total begeistert von der Technik mit der T-Spule und der Funkmikrophonanlage war. Für mich war und ist das Ganze ein großer ‚missionarischer‘ Erfolg! Nur an eines muss ich mich noch gewöhnen: Dass ich in dieser Konstellation nun auch selbst in das Funkmikrophon sprechen muss, damit Steffen mich hört. Bisher brauchte ich das nämlich nicht, weil ich die einzige mit T-Spule war…

Bildnachweise

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