Das Apfelbäumchen

Äpfel am Apfelbaum im Obstgarten, mit Leiter zum Ernten, sonniger Tag.
Das Apfelbäumchen trägt viele reife, rote Äpfel, bereit für die Ernte im sonnigen Obstgarten.

Katharina Nitschke, IVSS (Internationaler Verband der Schwerhörigenseelsorge e. V.)

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ (Martin Luther)

Was hatte Martin Luther zu dieser Aussage veranlasst? Sollte die Welt wirklich untergehen? Und woher wollte er es wissen können? Oder hatte er schon vor über 500 Jahren von der Klimakrise wissen können? Bestimmt setzte schon länger der Klimawandel ein. Und sicher war der Wandel damals nicht so dramatisch wie heute. Damals gab es keine Industrie, keine Autos, keine Telefone, kein Internet, keine Raumfahrt, … erst 500 Jahre später. Da ist es doch eine gute Gelegenheit jetzt ein Apfelbäumchen zu pflanzen. Irgendwann können Äpfel gepflückt werden. Äpfel und andere Obst- und Gemüsesorten passen in diese Jahreszeit, jetzt im Oktober „der goldene Herbst“. Die Blätter fallen. Aber auch der November mit kalten, trüben und regnerischen Tagen. Die Natur geht sozusagen ein. Kann man da nicht Depressionen bekommen? Aber dann kommen wieder schöne und warme Tage, und auch die Natur wird wieder erwachen. Wir kennen aus der Bibel viele Geschichten, wo es um Wunder und Heilungen geht, auch die von der Heilung des Tauben. Sind alle diese Wunder einmalig? Gab es in späteren Zeiten weitere Wunder und Heilungen solcher Art? Gab es vor 500 Jahren Wunder und Heilungen, wie Jesus sie tat? Gibt es in der heutigen Zeit Wunder und Heilungen, wie wir sie aus der Bibel kennen? Wie konnte damals sonst den hörgeschädigten Menschen geholfen werden, ohne Wunder oder ohne Technik? Zählt die fortschreitende Technisierung als Wunder? Ja, dank der Forschung und Weiterentwicklung. Ohne diese würden keine Hörgeräte, Cochlear- und Mittelohr-Implantate, FM-Anlagen, Induktionsschleifen … geben. Davon profitieren wir. Von Technik profitierten wir bei unserem Arbeitstreffen in Stöde (Schweden) im Rahmen des Erasmus+-Arbeitstreffens. Es ging vor allem um Akustik. In der Gemeinde, wo unsere IVSS Churchear-Präsidentin Ingrid Stillström ihren Dienst tut, durften wir Gast sein. Der Gemeindesaal ist mit einer Ringschleife ausgestattet. Dort gibt es einen Mitarbeiter, der sich vor allem um die Technik kümmert. Er war während der ganzen Zeit dabei, dass die Technik funktionierte; auch den abschließenden Gottesdienst betreute er. Er hat sich sehr gut auf unsere Belange eingestellt. Dies tut er auch, um Ingrid zu Seite zu stehen, wenn irgendwelche Probleme auftreten. Bei dem Arbeitstreffen waren auch zwei schwedische Schriftdolmetscherinnen. Manche Vorträge wurden in schwedischer Sprache abgehalten, so wurden sie simultan ins Deutsche und gleichzeitig für einen indischen Teilnehmer ins Englische schriftlich übersetzt. Vor und nach dem Arbeitstreffen hatten wir unsere Vorstandssitzung. Dank des technikversierten Gemeindemitarbeiters profitierten wir die ganze Zeit von der Technik.

foto der teilnehmenden 2048x1345 1

Ja, wir profitieren von Fortschritten der Technik. Internet, Telefon, Handy, Autos gehören zu unserem Leben. Wie hätten wir, gerade in der Coronazeit, ohne das alles überstanden? Wir nutzten Videokonferenzen, damit die wichtigen Kontakte aufrechterhalten bleiben konnten. Kontakte sind nicht nur für hörgeschädigte, auch ältere, Menschen wichtig, sonst vereinsamen sie. Natürlich können diese und vor allem andere Fortschritte unsere Umwelt, die Welt, belasten. Natürlich ist Technik nicht alles. Aber es kann weiter daran gearbeitet werden. Technik entwickelt sich weiter, sie wandelt sich, auch die Umwelt. Versuchen wir was für die Umwelt zu tun. Die Natur wandelt sich auch. Erfreuen wir uns an den wechselnden Jahreszeiten. Da können wir doch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Bildnachweise

© Titelbild von Pixabay, Textbild privat

Der stille Koog Buchcover mit Wasser und schilfartigen Pflanzen im Wasser.

Der stille Koog

Marlene Louven ist Kriminalhauptkommissarin und hat binnen kürzester Zeit ihr Gehör verloren. Dank Implantaten kann sie zwar wieder hören, doch nichts klingt mehr wie zuvor.
UWE BECKER Die Inklusionslüge Buchcover, kritische Analyse von Behinderung im kapitalistischen Syste.

Die Inklusionslüge

Inklusion kann weder im leistungszentrierten dreigliedrigen Schulsystem noch in einem konkurrenzorientierten Arbeitsmarkt wirklich funktionieren. Es gehe nicht um eine Einbindung in bestehende Systeme, sondern um eine Veränderung der Systeme...
Hörende Person hört aufmerksam auf eine Sprache mit Buchstaben und Zeichen.

Ganz Ohr und gut sichtbar – Die neue Internetseite

Mit unserer neuen Internetseite wollen wir Ihnen ein Stück näher kommen und möchten neben einer deutlich verbesserten Übersichtlichkeit, Ihnen auch mehr Möglichkeiten bieten, mit uns und andern in Kontakt zu treten. Schauen Sie sich um und lesen Sie mehr.
Gutes Hören ist die beste Demenzprävention – Buchcover zum Thema Gehör und geistige Fitness.

Ganz Ohr – Alles über unser Gehör und wie es uns geistig fit hält

DJ Thomas Sünder legte auf mehr als 500 Hochzeiten auf – bis ein Hörsturz sein Ohr schädigte und er schließlich aufgrund von Schwindelattacken seinen Beruf an den Nagel hängen musste. Diese existentielle Erfahrung nahm Sünder zum Anlass, sich zusammen mit dem Wissenschaftler Dr. Andreas Borta auf eine spannende Reise in unser Gehör zu begeben.
Ein grüner Ballon mit Schattenprojektion auf dem Boden, Evangelischer Kirchentag 2019.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

19. Juni 2019 - ‚Was für ein Vertrauen‘ lautet das Motto des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund. Mehr als 100.000 Teilnehmende werden zu Gottesdiensten, Bibelarbeiten, Veranstaltungen zu Glaube, Gesellschaft und Politik und Musik und Möglichkeiten der Begegnung erwartet.
Zwei Frauen mit Smartphones und Einkaufstüten, im Hintergrund ein Koffer, symbolisiert Alltag und Ge.

Lukas 1. 39-56 Maria und Elisabeth

Als HNO Ärztin hier mit Ihnen meine Gedanken zur Begegnung von Elisabeth und Mariaaustauschen zu dürfen, ist mir nicht nur eine große Herausforderung sondern auch eine Ehre.
Stacheldraht mit scharfen Dornen, Nahaufnahme, symbolisiert Barrieren und Schutz.

Stacheldraht

Unter dem Stichwort Geduld bin ich auf ein Wort von Martin Luther gestoßen; und drüber gestolpert.Das geht mir bei Luther oft so.„Wir sollen lernen, auf das Wort und Gottes Willen zu sehen, alsdann werden wir mit geduldigem Herzen alles erleiden, wie schwer es auch immer sein mag“.

Tinnitus Forum

Die international angesehene und auflagenstarke Zeitschrift (17.500 Exemplare) für Fachleute und Betroffene informiert Sie stets über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu den Themen Tinnitus, Hörsturz, Morbus Menière, Hyperakusis sowie Hören und Schwerhörigkeit.

Interviewpartner/innen für Forschungsprojekt gesucht

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts VALID untersuchen wir ethische Aspekte der digitalen Selbstvermessung ...

Service der Deutschen Bahn für Schwerhörige

Eine von der Deutschen Bahn angekündigte App 'DB Barrierefrei' läßt auf sich warten. Hörbehinderte Menschen können mit der DB auch per Mail oder SMS kommunizieren.

Bundesinnung der Hörgeräteakustiker und Deutscher Schwerhörigenbund für Induktionsanlagen

Ende April 2018 haben der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) und die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) ein Bekenntnis bzgl. Nutzung von Induktionsanlagen unterzeichnet.
Der Blick über Sanddünen zum Meer bei Sonnenaufgang, ruhige Wüstenlandschaft.

Vom Leben getrieben, zu Tode erschöpft, vom Säuseln berührt – Elia 2014

Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise und kam hinein und setzte sich unter einen Wacholder und bat, daß seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser denn meine Väter. Und er legte sich und schlief unter dem Wacholder.
Batterie für Hörgeräte, kleine Knopfzelle, in Hand gehalten.

Batterien für Hörgeräte

Die Stiftung Warentest erreicht mit ihrer Onlineumfrage 1753 Schwerhörige bzw. deren Angehörige. Gefragt wurde nach der Zufriedenheit mit dem Hörakustiker, der Höhe der Zuzahlung und welchen Nutzen Nacheinstellungen bringen.

Matthäus 25. 1-13 Die zehn jungen Frauen und die Frage nach der Klugheit

Heute ist ein weiteres Gleichnis an der Reihe. Und was für eins! Wieder geht es um die Klugheit. Diesmal um die von Jungfrauen. Wenn man der Überschrift trauen kann.
Höhlentreppe aus Holz, spiralförmig nach unten führend, mit Licht am Ende.

Tinnitus – Ganzheitlich selbst behandeln

Entdecken Sie die ganzheitlichen Ansätze zur Selbstbehandlung von Tinnitus in Frank Seefelders neuem Buch! Mit Tipps und Übungen aus der chinesischen Gesundheitsphilosophie erfahren Sie, wie Qigong, Akupressur und Selbstmassage zur Entspannung beitragen können. Ideal für alle, die alternative Heilmethoden schätzen. Finden Sie Ihren Weg zur Linderung von Tinnitus!

Einführung in die Hörgeschädigtenpädagogik

Die dritte, überarbeitete Auflage von Annette Leonhardts „Einführung in die Hörgeschädigtenpädagogik“ bietet einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Pädagogik für Hörgeschädigte. Wichtige Themen wie die Einführung von Hörscreenings für Neugeborene und die Akzeptanz der Gebärdensprache machen das Buch zu einem unverzichtbaren Werk. Die Neustrukturierung der Kapitel und das Einbeziehen von auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen zeigen die Relevanz dieses Fachgebiets. Selbst Besitzer älterer Ausgaben sollten eine Neuanschaffung in Betracht ziehen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.