Wie funktioniert eine Induktionsschleife?

Eine Induktionsschleife arbeitet nach dem selben physikalischen Prinzip wie ein Transformator oder die hochmodernen kabellose Ladegeräte für Smartphones, elektrische Zahnbürsten etc., nur dass statt Strom für den Akku nun die Toninformation vom Sprechermikrofon übertragen wird.

An die schon vorhandene Beschallungsanlage wird ein Induktionsverstärker angeschlossen. Dieser speist das Tonsignal in eine Induktionsschleife ein. Dies ist ein ganz normaler Elektrodraht (Kupferquerschnitt 2,5mm² = etwa 3,4mm Durchmesser), der einmal rund um den zu versorgenden Bereich verlegt wird. Dies kann im Boden, meist aber oberhalb des Bodens, im Innenraum oder auch im Freien sein. In den meisten Kirchen könnte normalerweise ein Bereich von bis zu 20m x 50m (=1000m²) versorgt werden. In manchen Fällen sind ein besonderes Schleifen-Layout und besonders leistungsfähige Verstärker notwendig, z.B. wenn viel Baustahl vorhanden ist.

Diese Induktionsschleife erzeugt ein schwaches Magnetfeld (viel schwächer als das Erdmagnetfeld) mit den Toninformationen. Die T-Spule im Hörsystem nimmt dieses Magnetfeld auf und das Hörsystem verwandelt das enthaltene Tonsignal zurück in einen persönlich für die schwerhörige Person aufbereiteten Ton. Schwerhörige können somit den Ton direkt vom Sprechermikrofon ohne den Störschall hören.

Schwerhörigenseelsorge

Ca. 16 Millionen Menschen in Deutschland sind schwerhörig, also rund jede 5. Person. Das reicht von leichtgradig schwerhörig über eine mittelgradige Schwerhörigkeit bis hin zur völligen Ertaubung. Allen diesen Menschen gemeinsam ist, dass sie fast ausschließlich lautsprachlich kommunizieren. Die Gebärdensprache gehörloser Menschen ist ihnen fremd.

Wir haben viele Antworten für Sie gesammelt und stellen Ihnen diese Informationen auf unserer Website zur Verfügung.