Grundsätzlich gibt es einige Möglichkeiten, die Entstehung von Hall im Raum zu reduzieren. Hall entsteht, wenn Schallwellen (Sprache/ Geräusche) von harten und glatten Flächen zurückgeworfen (reflektiert) werden. Um dies zu verhindern, müssen diese harten und glatten Flächen „weich“ gemacht werden, damit sie die Schallwellen „schlucken“. Dies ist nicht immer möglich, aber schon vergleichsweise kleine Maßnahmen helfen.
Für Kirchen oder große (Vortrags-) Räume wird dies allein aber in aller Regel nicht ausreichen. Hier ist eine Höranlage (normalerweise: Induktionsschleife) dennoch nötig.
Einfache Maßnahmen, um Hall zu reduzieren und zu vermeiden
- Vorhänge und Wandteppiche „schlucken“ die Schallwellen und reduzieren den Hall. Auch Teppichböden wären dazu geeignet, sind allerdings in öffentlichen Gebäuden oft nicht erwünscht.
- Tischdecken und Kissen auf nicht gepolsterten Stühlen helfen.
- Gepolsterte Stühle reduzieren den entstehenden Hall sehr stark, vorausgesetzt sie sind an Sitzfläche und (!) Lehne gepolstert.
- Klappernde Kaffeelöffel lassen sich einfach verhindern, indem ein Stückchen Stoff oder eine Serviette zwischen Untertasse und Tasse platziert wird.
- Filzgleiter unter Tisch und Stuhlbeinen verhindern das Kratzen über den Boden.
- Weiche Elemente an der Unterseite von Tischplatte und Stühlen verhindert die Reflexion des Halls, der vom Boden ausgeht.
Mobile Schall-Absorptions-Flächen
- Bilder und Plakate können auf spezielle Hall reduzierende Elemente aufgebracht werden.
- Es gibt Hall reduzierende Säulen, die als Info-Flächen eingesetzt werden können.
- Hall reduzierende Stellwände können an Wänden oder als Raumteiler zwischen den Sitzgruppen platziert werden.
Bautechnische Maßnahmen
- Hallreduzierender (offenporiger) Putz auf den Wänden oder fest installierte Schall-Absorptions-Platten.
- Lochraster-Decke, aber darauf achten, dass unter den „Löchern“ ein Akustik-Vlies liegt, das den Hall schluckt.
- Spezialelemente, die von der Decke abgehängt werden, können in hohen Räumen Hall minimieren.
Aber: Diese Maßnahmen gehören in die Hände von Bau- und Raumakustikern, besonders letztere, da dies auf den Raum bezogen individuell berechnet werden muss.