Auch (noch) guthörende Menschen spüren mit zunehmendem Alter, dass sie in lauten Situationen und hallenden Räumen nicht mehr gut verstehen können. Dies muss noch keine Schwerhörigkeit sein, geht aber zumindest auf eine zu.
Ein guthörender junger Mensch kann auch dann noch verstehen, wenn die Umgebungsgeräusche fast doppelt so laut sind wie das, was er hören möchte. Über unser Richtungshören kann unser Gehirn das verstärken (lauter machen), was ich hören will und das dämpfen (leiser machen), was nur Störgeräusche sind. Dieses Richtungshören läuft aber über die hohen Frequenzen. Diese nehmen mit zunehmendem Alter bei uns ab, mit der Folge, dass unser Gehirn immer weniger Informationen darüber bekommt, was aus welcher Richtung kommt, also, was Störgeräusch ist, und was ich tatsächlich hören will.
Erst wenn dieser Frequenzverlust den Hauptsprachbereich erreicht hat spricht man von einer Schwerhörigkeit. Ob dies bei Ihnen schon der Fall ist oder nicht, kann nur der HNO Arzt/Ärztin oder der/die Hörakustiker/in mit Sicherheit feststellen.
Darum: Regelmäßige Hörtests, mindestens einmal jährlich sind sinnvoll und angezeigt.