Welches Hörgerät für Sie am besten ist, müssen Sie ausprobieren. Jede Hörstörung ist anders, jeder Lebensentwurf auch. Gehen Sie gerne in Gesellschaft oder genießen Sie es, mit ihrem Nachbarn Schach zu spielen? Lieben Sie Musik oder ist ein Waldspaziergang für Sie Entspannung pur? Leben Sie auf dem Land oder in der Stadt? Die Liste ließe sich unendlich weiterspinnen … Daher ist das allerwichtigste immer folgendes:
- Sagen Sie schon im Vorfeld deutlich, was für Sie in Ihrem Leben wichtig ist, ein guter Hörakustiker/ eine gute Hörakustikerin wird dies auch detailliert abfragen.
- Testen Sie verschiedene Hörsysteme unterschiedlichen Preises im Alltag (jeweils mind. 2 Wochen lang)
- Schreiben Sie ihre Erfahrungen auf, indem Sie z.B. eine Tabelle machen mit Punkten wie: zuhause, im Verkehrslärm, auf der Arbeit, bei Vorträgen etc. und tragen Sie mit Schulnoten ein, wie gut oder schlecht das jeweilige Hörgerät in jeder dieser Situationen war. Nach der Testphase vergleichen Sie. Kein Hörgerät ist in allem gut! Bewerten Sie, was Ihnen wichtiger ist als anderes.
- Verzichten Sie keinesfalls (!!!) auf die T-Spule, selbst wenn Sie gerade nicht wissen, ob Sie sie brauchen werden (siehe FAQ Wie funktioniert eine Induktionsschleife?/ Haben alle Hörgeräte eine T-Spule?). Hörgeräte mit T-Spule sind weder teurer und, wenn überhaupt, weniger als 1mm größer als solche ohne T-Spule. Das Programm können Sie sich auch später noch aufspielen lassen, aber die T-Spule selbst kann normalerweise nicht nachgerüstet werden.