Unerhört! Viele Träger von Hörgeräten sind unzufrieden mit ihren Geräten – und mit den Hörakustikern

Vie­le Trä­ger von Hör­ge­rä­ten sind unzu­frie­den mit ihrer Hör­hil­fe und ent­täuscht vom Ser­vice ihrer Hör­akus­ti­ker. Eine Ket­te mit einer gro­ßen Anzahl von Filia­len hebt sich aller­dings ab. Sie ver­bucht die meis­ten zufrie­de­nen Kun­den und ver­langt im Mit­tel nur 10 Euro Zuzah­lung pro Gerät. Bei den ande­ren Hör­akus­ti­kern ist die Unzu­frie­den­heit zum Teil groß. Die Kun­den zahl­ten bei einem Anbie­ter im Mit­tel 1000 Euro pro Gerät aus eige­ner Tasche. Zu die­sem Ergeb­nis kommt die Stif­tung Waren­test nach einer Online­um­fra­ge, an der sich 1753 Betrof­fe­ne oder deren Ange­hö­ri­ge betei­ligt hat­ten.

Ob man mit sei­ner Hör­hil­fe zufrie­den ist oder sie in die Schub­la­de packt, hängt nicht nur vom Gerät allein ab, son­dern auch von einer guten Betreu­ung durch den Hör­akus­ti­ker, der die Gerä­te anpasst. Doch im Ser­vice zei­gen sich teils deut­li­che Unter­schie­de. Ent­täu­schen­des Resul­tat: Rund ein Drit­tel der Befrag­ten ist trotz Hör­hil­fe mit dem Hören unzu­frie­den. Nicht allen Akus­ti­kern ist es offen­bar wich­tig, Kun­den nach ihrem Gesund­heits­zu­stand zu befra­gen, meh­re­re Pro­be­ge­rä­te anzu­bie­ten und sich für die Ein­stel­lung genug Zeit zu neh­men. Die Anpas­sungs­dau­er war bei 70 Pro­zent der Befrag­ten eher kurz.

Wie viel Kun­den selbst zahl­ten, fällt sehr unter­schied­lich aus. Bei einem Anbie­ter wur­den im Mit­tel 1000 Euro pro Gerät fäl­lig, bei zwei wei­te­ren 970 und 475 Euro, einer ver­lang­te ledig­lich 10 Euro. Der Hör­akus­ti­ker ist ver­pflich­tet, gesetz­lich Ver­si­cher­ten auch Hör­hil­fen ohne Zuzah­lung anzu­bie­ten. Die­se Kas­sen­ge­rä­te rei­chen laut Exper­ten oft für eine gute Hör­qua­li­tät aus.

Wor­auf man beim Kauf eines Hör­ge­räts ach­ten soll­te und was man tun kann, wenn es Schwie­rig­kei­ten mit dem Hör­ge­rät gibt, erläu­tert die Zeit­schrift test in ihrer November-Ausgabe . Der Arti­kel ist online unter test.de/faq-hoergeraete abruf­bar.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung der Stif­tung Waren­test am 22.10.2019