In Deutschland sind ca. 20 % der Bevölkerung schwerhörig. Die meisten Schwerhörigen finden sich unter der älteren Bevölkerung. Einer Studie zufolge sind mehr als ein Drittel aller Menschen zwischen 60 und 70 so schwerhörig, dass sie eigentlich ein Hörgerät bräuchten. Bei den über 70-jährigen sind es schon mehr als die Hälfte
Viele Menschen in Deutschland leiden zusätzlich oder allein unter Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder Schwindel.
Viele Menschen, vor allem unter den Älteren, erleben ihre Hörstörung allerdings wie einen Schicksalsschlag,
den man hinnehmen muss, dem man hoffnungslos ausgeliefert ist.
Doch es gibt Hilfen:
In erster Linie muss hier natürlich auf eine ausreichende Hörgeräteversorgung hingewiesen werden. Hörgeräte können nicht alles, auch das beste (und teuerste) Hörgerät kann die alte Hörfähigkeit nicht mehr wiederbringen, es kann aber die Sprachverständlichkeit (bei regelmäßigem Tragen) deutlich verbessern. Das kann jedoch, je nach Länge der schon bestehenden Schwerhörigkeit, Monate dauern, bis wir das nun wieder Gehörte auch wieder als Sprache verstehen können (am Anfang interpretiert man dies als "Störgeräusche"). Wer zu früh aufgibt, hat eine Chance verschenkt. Auch eine Reha-Kur kann Hilfestellungen geben, wie die Probleme der Hörstörung bewältigt werden können. Selbsthilfegruppen oder die Ortsgruppen des Schwerhörigenbundes bieten die Möglichkeit, sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, von den Erfahrungen der anderen zu profitieren, und auch von Möglichkeiten zu erfahren, wie Anträge zu stellen, Widersprüche gegen Krankenkassen etc. zu formulieren sind.
Einen aussagekräftigen Hörtest können Sie jederzeit bei Ihrem HNO-Arzt/ Ärztin machen lassen. Wer sich zunächst einmal unverbindlicher einen Überblick verschaffen möchte, kann auch zunächst zum Hörgeräteakustiker/ der Hörgeräteakustikerin gehen. Wer es noch anonymer mag, kann dies auch über Telefon und Internet machen, allerdings können diese Hörtests nur ein erster Hinweis sein. Sollte sich hier eine Auffälligkeit ergeben, empfehlen wir in jedem Falle den Gang zum HNO-Arzt, obwohl es möglicherweise nur blinder Alarm ist. Aber sicher ist sicher! Kostenlos per Telefon:0180 – 53 237 54 (Telefonhörtest der Fördergemeinschaft Gutes Hören) Im Internet:http://www.fgh-besserhoeren.de (Hörtest bei Fördergemeinschaft Gutes Hören)
|