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Neudietendorfer Fachtagung 30.01. bis 02.02.2012 

 

"Eher kommt ein behinderter Mensch in den Himmel als in die Kirche!“ Dieses Zitat eines engagierten Betroffenen steht als Überschrift über dem Beitrag zum Denkmalschutz im kirchlichen Raum (http://nullbarriere.de/barrierefreiheit-in-kirchen.htm) und bezieht sich nicht nur auf die geistliche Ebene. Schwierige Licht- bzw. Tonverhältnisse sowie Sprache und Milieu halten inzwischen mehr Menschen von der Kirche ab als sie einladen. Anschauliche Verkündigung hingegen, Texte in leichter Sprache oder andere niederschwellige Zugänge öffnen kirchliche Räume für Menschen mit Handicap genauso wie für jene mit Familie – also Kindern und/oder Senioren. Meist ist damit die Frage nach der kirchlichen Zukunft verbunden.

Das waren aber bereits reformatorische Visionen: keine Lettner, kein Latein, keinen Klerus mehr! Viele Barrieren und Hindernisse wurden inzwischen niedergerissen und neu aufgerichtet. So ist die inklusive Gemeinde heute angesichts der Sparzwänge eine stärkere Herausforderung als je zuvor. Wie kann die Kirche in dieser Zeit also ihrem Auftrag gerecht werden?

Dazu ist das Vorbereitungsteam der NEUDIETENDORF FACHTAGUNG auf erlesene Experten ihrer Fachgebiete zugegangen. U.a. haben die EKM-Landesbischöfin Ilse Junkermann sowie die theologische Referentin der Schwerhörigenseelsorge in Deutschland, Antje Donker, ihr Kommen zugesagt. Desweiteren sind Dr. Paul Brockhausen, Beauftragter des Thüringer Sozialministeriums für behinderte Menschen, sowie Dr. Barbara Adamus aus Polen angefragt. Vor allem sind aber die Mitarbeitenden in den Gemeinden und Kirchenkreisen aufgerufen, bei der Fachtagung vom 30.1. bis 2.2.2012 ihre Kompetenzen im Umgang mit kommunikationsbehinderten Menschen einzubringen und zu erweitern. Die Einladungen dazu werden über die Landeskirchen verteilt und sind online verfügbar unter:

http://www.sehen-verstehen-glauben.de > Neudietendorfer Fachtagung

 

Seit vielen Jahren ist die NEUDIETENDORFER FACHTAGUNG innerhalb der EKD eines der renommiertesten Angebote für fachspezifische Fortbildung sowie für internationale und ökumenische Vernetzung. Um für kommunikationsbehinderte Menschen Verkündigung und Seelsorge weiter zu verbessern, treffen sich Teilnehmende aus verschiedenen Kirchen im traditionsreichen Zinzendorfhaus bei Erfurt und erhalten neben konkreten Anregungen für die eigene Praxis u.a. Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisse und Beispiele zur Minimierung von Verständigungsbarrieren. Überdies zeichnen sich die Tage als Zeit der kollegialen und geistlichen Gemeinschaft aus.